
Autorin: Juno Legat
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Der 6. Workshop, der am 16.06. stattfand, hatte weniger mit unserer Mission, und mehr mit früheren Ereignissen zu tun. Wir haben uns mit Methoden der Beobachtung des Weltalles und dem Licht beschäftigt. Geleitet wurde der Workshop von drei Personen:
Franz Kerschbaum, geboren 1963 im niederösterreichischen Waldviertel wuchs in Krems-Stein auf und studierte ab 1982 Astronomie und Physik an der Universität Wien. Nach Forschungsaufenthalten in Frankreich, Schweden, Spanien und Chile lehrt Franz Kerschbaum seit 2001 als Professor für beobachtende Astrophysik am Institut für Astrophysik der Universität Wien. Seine Forschungsgebiete umfassen die Spätstadien der Sternentwicklung, astronomische Instrumentenentwicklung mit Schwerpunkt Weltraumexperimente sowie wissenschaftshistorische Fragestellungen. Beratende Tätigkeiten für eine Vielzahl von internationalen Einrichtungen wie die Europäische Weltraumagentur ESA, die Europäische Südsternwarte ESO und die EU. Die Popularisierung der Astronomie sowie interdisziplinäre Projekte sind ebenfalls wichtige Schwerpunkte.
Marko Mecina, geboren 1985 in Klagenfurt, verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Südkärnten, bevor er 2005 nach Wien kam und dort Astronomie studierte. Sein Interesse gilt unter anderem der Infrarotastronomie und speziell dem Massenverlust von Sternen. Beobachtungsaufenthalte führten zur ESO in Chile sowie IRAM in die Sierra Nevada. Beginnend mit dem Herschel Weltraumteleskop ist er auch in der Software-Entwicklung für Satellitenmissionen tätig.
Roland Ottensamer kam 1975 in Freistadt auf die Welt, verbrachte dort seine Schulzeit und ging 1996 nach Wien, um Astronomie zu studieren. Schon während des Studiums konzentrierte er sich auf Software-Entwicklung für Weltraumteleskope. Diesen Bereich leitet er sehr erfolgreich als Senior Scientist am Institut für Astrophysik, sodass schon mehrere Missionen mit Software aus Wien ausgestattet wurden. Neben seinen Weltraumprojekten engagiert er sich in der Lehre und tritt gegen Diskriminierung an der Universität auf.
Der Vortrag
Der Vortrag, der dieses Mal gleich von drei Forschenden gehalten wurde, stellte sich nicht nur als äußerst informativ, sondern auch als hilfreich für das weitere Leben und die Karriere heraus.
Zuerst einmal hat Franz Kerschbaum von seinem Weg zur Astronomie erzählt und seine Gebiete in und außerhalb von seiner Tätigkeit als Professor vorgestellt. Etwas Ähnliches haben Marko Mecina und Roland Ottensamer getan, indem sie uns erklärt haben, wie sie auf das Studium der Astronomie gekommen sind. Was auch betont wurde, ist, dass zwar drei Männer mit heller Hautfarbe vor uns standen, um uns ihre Fachgebiete näherzubringen, jedoch in deren Feld alles viel durchgemischter ist. Zum Beispiel sind genauso viele Frauen wie Männer tätig; aus allen Kulturen, Ländern und Hintergründen, die nur vorstellbar sind.
Ebenfalls wurden Teleskope und insbesondere Weltraumteleskope besprochen und welche Einflüsse sie auf unser jetziges Leben haben.
In der Astronomie werden Teleskope verwendet, um das Universum und die Erde zu erforschen. Manche Beobachtungen können aber nicht vom Erdboden aus gemacht werden, sondern müssen mit Weltraumteleskopen durchgeführt werden. Die Gründe dafür haben meist mit der störenden Erdatmosphäre zu tun. Uns wurde erklärt, wie viele Verschiedene Arten von Teleskopen es gibt, wie lange sie schon verwendet werden und wie viele von jener Art sich gerade im Orbit (oder außerhalb ) befinden.
Ein weiteres großes Thema war das Licht. Einerseits das Spektrum, in dem sich unsere Sichtfähigkeit befindet, und andererseits auch die Richtungen, in die sich dieses Spektrum ausdehnt, die wir dann nicht mehr als sichtbar empfinden können. Jedoch können wir Wellen, die wir nicht mehr mit den Augen erfassen können, wie zum Beispiel das Infrarot, durchaus noch mit unserer Haut gespürt werden, in diesem Fall als Wärme. Desto kürzer die Wellen, desto gefährlicher sind sie.
Was uns ebenfalls nähergebracht wurde, sind Exoplaneten. Wie sie gefunden werden, wie viele bis jetzt gefunden worden sind, welche Arten es gibt und soo viel mehr.
Der Stationen-Workshop
Nach dem Vortrag wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt, um dann abwechselnd zu verschiedenen Stationen zu gehen und von einem der drei Forschenden zu einem Thema einen Versuch vorgestellt und gezeigt zu bekommen. Bei Marko Mecina wurde mit verschiedenen Polarisationsfiltern experimentiert und getestet, wie sie auf bestimmtes Licht reagieren. Zum Beispiel konnte man mithilfe von Kippen des Filters, das Display eines Laptops komplett dunkel erscheinen lassen, während dieser angeschaltet war. Auch wurden Glühbirnen mit verschiedenen Edelgasen vorgestellt und dann mit einem Spektrometer genauer betrachtet. Das Spektrometer zeigte, in welcher Richtung des Sehspektrums sich das Licht der jeweiligen Glühbirne befindet, also im eher blauen oder eher Roten Bereich. Ebenfalls haben wir mit dem Spektrometer das Sonnenlicht, Displaylicht, und das einer Handytaschenlampe genauer unter die Lupe genommen.
Roland Ottensamer hat hingegen einen Versuch zur Identifizierung von Exoplaneten. Vor einer kugelförmigen Glühbirne wurden ‚Modellplaneten‘ in verschiedenen Größen mithilfe einer Drehplattform vorbeigeführt, und dann die Lichtverschiebung gemessen. Uns wurde erklärt, dass so normalerweise Exoplaneten entdeckt werden, jedoch aber auch durch Sonnenflecken dasselbe Phänomen aufgerufen werden kann. Sonnenflecken wurden mithilfe eines Stücks Hansaplast auf die ‚Sonne‘ geklebt, und dann derselbe Versuch wiederholt
Die letzte Station, von Franz Kerschbaum, befasste sich mit Wärmequellen. Wir hatten die Möglichkeit, eine Wärmebildkamera auszuprobieren und damit die kältesten und heißesten Objekte in der Umgebung aufzuspüren. Als ersteres stellten sich die Kühlstäbe in einem Wasserspender bei 5° Celsius heraus und das wärmste war eine Deckenlampe die beinahe 120° Celsius hatte. Herausgefunden haben wir, dass durch bestimmte Stoffe wie Hartplastik und Glas mit der Wärmebildkamera nicht hindurchgesehen werden kann, dasselbe aber mit dünnerem Plastik, zum Beispiel einem Plastiksackerl, sehr gut möglich ist.
Danke fürs Lesen!
Danke an alle für die Unterstützung!
Über die Autorin:
Juno Legat, 14 Jahre alt.
Besucht das Bundesgymnasium Babenbergerring. In der Freizeit spielt sie Geige, ist Pfadfinderin bei der Gruppe Gloggnitz, und beschäftigt sich mit Quantenoptik und diversen anderen Themen.
Author: Juno Legat
The 6th workshop, which took place on June 16th, focused less on our mission and more on past events. We explored methods for observing the universe and light. The workshop was led by three people:
Franz Kerschbaum, born in 1963 in the Waldviertel region of Lower Austria, grew up in Krems-Stein and began studying astronomy and physics at the University of Vienna in 1982. After research stays in France, Sweden, Spain, and Chile, Franz Kerschbaum has been a professor of observational astrophysics at the Institute for Astrophysics at the University of Vienna since 2001. His research areas include the late stages of stellar evolution, astronomical instrument development with a focus on space experiments, and questions in the history of science. He also provides consulting services to numerous international organizations, such as the European Space Agency (ESA), the European Southern Observatory (ESO), and the EU. Popularizing astronomy and interdisciplinary projects are also important aspects of his work.
Marko Mecina, born in Klagenfurt in 1985, spent his childhood and school years in southern Carinthia before moving to Vienna in 2005 to study astronomy. His interests include infrared astronomy, particularly the mass loss of stars. Observational expeditions have taken him to the European Southern Observatory (ESO) in Chile and to the International Space Station (IRAM) in the Sierra Nevada. Starting with the Herschel Space Telescope, he is also involved in software development for satellite missions.
Roland Ottensamer was born in Freistadt in 1975, attended school there, and moved to Vienna in 1996 to study astronomy. Even during his studies, he focused on software development for space telescopes. He leads this area very successfully as a Senior Scientist at the Institute for Astrophysics, and several missions have already been equipped with software from Vienna. In addition to his space projects, he is involved in teaching and campaigns against discrimination at the university.
The Lecture
The lecture, this time given by three researchers, proved not only extremely informative but also helpful for future life and careers.
First, Franz Kerschbaum spoke about his path to astronomy and presented his areas of expertise, both within and outside of his work as a professor. Marko Mecina and Roland Ottensamer did something similar, explaining how they came to study astronomy. It was also emphasized that although three men with light skin stood before us to explain their fields of expertise, the field itself is much more diverse. For example, there are just as many women as men working in astronomy, from every imaginable culture, country, and background.
Telescopes, and especially space telescopes, were also discussed, along with their impact on our lives today.
In astronomy, telescopes are used to explore the universe and the Earth. However, some observations cannot be made from Earth and must be carried out with space telescopes. The reasons for this are mostly related to the Earth’s atmosphere. We were told how many different types of telescopes there are, how long they have been in use, and how many of each type are currently in orbit (or outside of it).
Another major topic was light. On the one hand, the spectrum within which our vision is visible, and on the other hand, the directions in which this spectrum extends beyond our ability to perceive it. However, waves that we can no longer detect with our eyes, such as infrared, can still be felt with our skin, in this case as heat. The shorter the wavelengths, the more dangerous they are.
We were also introduced to exoplanets: how they are discovered, how many have been found so far, what types exist, and soooo much more!
The Stations Workshop
After the presentation, we were divided into three groups to rotate to different stations. Each station featured an experiment presented and demonstrated by one of the three researchers. At Marko Mecina’s station, we experimented with various polarizing filters and tested how they reacted to different types of light. For example, by tilting the filter, we were able to make a laptop screen appear completely dark while the laptop was switched on. We were also introduced to light bulbs filled with different noble gases, which were then examined more closely using a spectrometer. The spectrometer showed which direction of the visible spectrum the light from each bulb fell into—whether it was in the blue or red end of the spectrum. We also used the spectrometer to examine sunlight, screen light, and the light from a mobile phone flashlight in more detail.
Roland Ottensamer, on the other hand, conducted an experiment for identifying exoplanets. Model planets of varying sizes were moved in front of a spherical light bulb using a rotating platform, and the resulting shift in light was then measured. We were told that this is how exoplanets are usually discovered, but that the same phenomenon can also be triggered by sunspots. Sunspots were simulated on the „sun“ using a piece of adhesive bandage, and then the same experiment was repeated.
The last station, led by Franz Kerschbaum, dealt with heat sources. We had the opportunity to try out a thermal imaging camera and use it to detect the coldest and hottest objects in the vicinity. The coldest turned out to be the cooling rods in a water dispenser at 5° Celsius, and the hottest was a ceiling lamp that was almost 120° Celsius. We discovered that the thermal imaging camera cannot see through certain materials like hard plastic and glass, but it works very well through thinner plastics, for example, a plastic bag.
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Thanks to everyone for your support!
About the author:
Juno Legat, 14 years old.
Attends the Babenbergerring Federal Gymnasium. In her free time, she plays the violin, is a Girl Scout with the Gloggnitz group, and is interested in quantum optics and various other topics.